Das Boule-Spiel wird auf unzähligen Plätzen Frankreichs im Schatten der Platanen gespielt und heißt eigentlich nicht Boule sondern Pétanque.
Auch bei uns in der DJK wird dieses Spiel seit mehreren Jahren als beliebtes Freizeit- und Sportvergnügen ausgeübt.
Die unterhaltsame Komponente kommt dabei nicht zu kurz und was auf dem Spielplatz noch nicht ausdiskutiert und erörtert ist,
wird meist im Anschluss bei Rotwein oder Bier im Clubhaus weitergeführt.
Unsere Gruppe umfasst zur Zeit rund achtzehn Mitglieder und freut sich über alle neuen Interessenten,
die das Boulespielen in lockere Runde ausprobieren und erlernen wollen. Boule ist ein Spiel, bei dem das
gemeinschaftliche Miteinander, das Spielen im Team, einen eindeutigen Vorrang hat. Gewinnen kannst du nur mit
und nicht gegen das Team In Zweifelsfällen hilft dir ein kleiner Zollstock um nach den Regeln und millimetergenau zu "streiten".
Auf dem DJK-Sportplatz wird ab sofort freitags von 17.00 - 18.30 Uhr Boule gespielt. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Auskunft Josefa Diehl Tel. 7900934
Boule ist von den artverwandten Kugelspielen das populärste und das an meisten verbreitete.
Der Bazillus Boule breitete sich, ausgehend von Südfrankreich, in den letzten Jahrzehnten stetig nach allen Richtungen
aus und ist inzwischen auf allen Erdteilen anzutreffen. Zwei Teams spielen gegeneinander. Ein Team besteht aus 2 oder 3
SpielerInnenn, die über insgesamt sechs Kugeln verfügen. In der Zweiermannschaft spielt jeder mit drei, in der Dreiermannschaft
mit zwei Kugeln. Es wird auch 1-1 gespielt.
Vor Beginn des ersten Durchganges wird ausgelost, welche Mannschaft das Ziel (eine kleine Holzkugel von 25- 30 mm Durchmesser) zuerst werfen darf. Ein/e SpielerIn dieser Mannschaft zeichnet einen Kreis auf den Boden (35- 50 cm Durchmesser) aus dem das Ziel auf eine Entfernung von 6- 10 m geworfen wird. Die gleiche Mannschaft wirft nun die erste Kugel, dem Ziel so nahe wie möglich. Beim Wurf müssen die Füsse der/s Spielerin bzw. Spielers innerhalb des
Kreises sein und Bodenkontakt behalten, bis die gespielte Kugel den Boden berührt. Mannschaft B versucht nun, eine Kugel
dem Ziel noch näher zu bringen- ist ihr das gelungen, versucht Mannschaft A diese Kugel zu überbieten...und so fort, bis
alle Kugeln gespielt sind. Hat eine Mannschaft keine Kugeln mehr, versucht die andere Mannschaft ihre Kugeln so zu platzieren,
das sie näher am Ziel liegen als die dem Ziel am nächsten liegende gegnerische Kugel. Denn jede Kugel einer Mannschaft, die dem
Ziel näher liegt als die bestplatzierte des Gegners zählt einen Punkt. In einem Durchgang wird also mindestens 1 Punkt vergeben
und im Extremfall 6 Punkte. Die Mannschaft, die den Durchgang gewonnen hat, beginnt den nächsten wie vorher beschrieben. Das Spiel
ist beendet, wenn ein Team 13 Punkte gewonnen hat. Höchst simpel also- und was soll daran so faszinierend sein ? Das einfache Prinzip
diese Spiels lässt der Taktik und Phantasie den Raum, der jeden Durchgang anders aussehen lässt. Ein taktischer Fehler ist meist
gravierender als eine schlecht gespielte Kugel. Bei jeder zu spielenden Kugel bieten sich so viele Möglichkeiten der Ausführung
(gegnerische Kugel wegschießen- den Weg zum Ziel verbauen um den Verlust zu minimieren- mit der Kugel die Lage des Ziels verändern etc.),
dass im Regelwerk die Zeit für taktische Überlegungen begrenzt werden muss.